Pfarrer Klaus Stein

Pfarrer Stein nach einem Gottesdienst. Die Kinder warten schon auf den Beginn des Kindergottesdienstes

Nach dem Abschied von Hilmar Deichmann, der nur kurz in der Gemeinde wirkte, suchte der Oberkirchenrat einen geeigneten Kandidaten aus dem Kreis der Vikare. Das Augenmerk richtete sich auf Klaus Stein, der in Cäciliengroden die Seelsorgeraufgaben wahrnahm. Die Sillensteder Kirchenratsmitglieder hätten den jungen Vikar am liebsten sofort mitgenommen. Er bestand jedoch auf eine ordentliche Abwicklung seiner Amtsgeschäfte und trat 1954 seinen Dienst als Pastor an. Sein erster Gottesdienst in der St.-Florian-Kirche war ein Schock für ihn. Ganze sieben Besucher wohnten der Andacht bei. Das waren, wie sein Vorgänger Carl Woebcken ihm versicherte, wegen gewisser Neugierde mehr als gewöhnlich. Daraufhin besuchte Pfarrer Stein in den Folgejahren nahezu jede Familie und warb um den Gegenbesuch in seiner Kirche. Erstaunlich schnell änderte sich die Besucherzahl der Gottesdienste, erinnert sich seine Witwe Christine Stein. „Die Leute müssen wohl angesprochen werden“ ist ihre Schlussfolgerung.

Mit Geduld, Engagement und der Kooperation mit Sillenstedes Bankdirektor Theo Emken kamen so viele Spenden für die Neubeschaffung der durch die Kriegswirren verlorenen Glocken zusammen, dass 1957 zwei Glocken eingeweiht werden konnten. Klaus Stein war das Einbeziehen aller Bürger wichtig.  

Schmunzelnd erzählen manche noch die Geschichte der Pferdewette. Auf einem der zahlreichen Vereinsfeste kam das Gespräch auf das Fortbewegungsmittel des Pastors und es herrschte die Meinung, dass es doch recht einfach sei, mit einem 34 PS-Auto von Sillenstede nach Jever zu fahren. Mit einer Pferdestärke sei das für den Pastor wohl nicht zu bewältigen. Ein Wort gab das andere, das Wettangebot stand, und Pastor Stein schlug ein. So machte er sich mit geliehener Ausrüstung auf bereitgestelltem Pferd auf den Weg. Nach seiner Reiterausbildung hatte ihn keiner gefragt. So war die Wette nach einigen Stunden gewonnen und er strich seinen Wettgewinn ein: eine Tankfüllung und der Besuch seiner Wettpartner in der Kirche.

 

Kirchenbesichtigung

St.-Florian ist in der Regel tagsüber geöffnet.

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sicherheitshalber im Kirchenbüro an, da aus Veranstaltungsgründen die Kirche kurzzeitig auch geschlossen sein kann. Kirchenführungen können ab 10 Personen über das Kirchenbüro erfragt werden.

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